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Historie
Gerätehaus 1962

Geschichte der Werkfeuerwehr

Die Wehr wurde am 01. November 1937 gegründet und erhielt den Namen

"Freiwillige Betriebsfeuerwehr Wanderhof - Herzogsägmühle /
Brandamt Schongau"
(Auszug aus der Gründungsurkunde).

Als Führer der Wehr wurde der Kaufmann Erhard Broenner aus Herzogsägmühle mit der Dienstbezeichnung Oberbrandmeister bestellt.

Folgende Auflagen wurden gestellt: Es sind 1 fahrbare Leiter, 315 m C-Schläuche, 5 Filtergeräte, 1 Frischluftgerät, 2 Sauerstoffgeräte vorzuhalten. Gewünscht wurde eine Gesamtstärke von 48 Mann, die in einen Normalzug und einen Löschzug eingeteilt werden sollten. Zur Verfügung stand ein Lastkraftwagen.

Die 75 Jahre waren sehr ereignisreich und von Ereignissen wie Brand / Hochwasser / Such- und Rettungsaktionen von Menschen sowie Bergung von Gefahrgut bestimmt und dokumentierte die Notwendigkeit der Wehr zu allen Zeiten ihres Bestehens.

Die erste große Herausforderung war der Brand am 28.04.1942 in der alten Kolonie (besteht nicht mehr). Auch der 2. Weltkrieg forderte die Wehr von Herzogsägmühle - sie wurde 1944 (Mai und Juli) zur Brandbekämpfung nach Bombenangriffen in München eingesetzt.

Bildunterschrift von 1962: "KBI Fliegauf, freiwillige Feuerwehrhelfer Herzogsägmühle".

Nach Kriegsende hatte die Wehr kaum brauchbare Ausrüstung zur Verfügung - neben ein paar alten Schutzanzügen und alten Stahlhelmen sowie Schaufeln, Kreuzhacken aus dem Fundus des Luftschutzes gab es ein paar Schläuche. Diese waren oft so undicht, so dass bei Einsätzen mehr Wasserspiele stattfanden, als richtige Brandbekämpfung damit durchgeführt werden konnte.

1964: Großbrand Landwirtschaft.

Zwischen 1951 und 1984 ereigneten sich in Herzogsägmühle insgesamt neun Großbrände, die mit Hilfe der Nachbarwehren aus Peiting und Schongau bekämpft und gemeistert wurden.

28.05.1985: Hochwasser, von links: H. Löw, Landrat M. Blaschke, KBM Schwegler, A. Breyer.

Durch die Bedarfsanmeldungen der jeweiligen Kommandanten, aber auch durch die Vorgaben der Behörden wurde die Ausstattung der Wehr kontinuierlich ausgebaut und verbessert.

Heute verfügt die Werkfeuerwehr über 3 Einsatzfahrzeuge:
  • 1 Löschgruppenfahrzeug LF 20 - 40/1 mit 2000 l Wasser an Bord,
  • 1 Tragkraftspritzenfahrzeug TSF-W - 46/1 mit 600 l Wasser und
  • 1 Mehrzweckfahrzeug MZF - 11/1, das auch von der Notfallseelsorge genutzt wird.
2009: Fuhrpark Werkfeuerwehr mit Gerätehaus.

Die Werkfeuerwehr Herzogsägmühle feierte am Samstag, den 29. September 2012 in einem Festabend mit geladenen Gästen und am Sonntag, den 30. September 2012 mit allen Bewoherinnen / Bewohnern, Mitarbeitenden und Gästen das 75. Gründungs-Jubiläum der Wehr.

Daniel Comtesse wurde am 03.02.2016 gewählt und ist der 9. Kommandant seit 1937. Sein Vorgänger Manfred Baum war von 2003 bis 2016 Kommandant und prägte die Werkfeuerwehr in dieser Zeit umfassend; u.a. war er von 2005 bis 2016 Vorsitzender des neu gegründeten Vereins. Seit 2009 ist Manfred Baum auch Kreisbrandmeister im Bezirk Lech des Landkreises Weilheim-Schongau. Alfons Breyer, der 6. Kommandant der Werkfeuerwehr, war ebenfalls lange in der Kreisbrandinspektion tätig und bis 2010 sogar Kreisbrandrat.


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